Du suchst du einen traditionellen Hirschbraten, der schmeckt wie früher – vielleicht sogar wie der, den deine Oma an einem kühlen Sonntag oder bei besonderen Familienessen serviert hat? Dann habe ich genau das richtige Rezept für dich.
Dieses klassische Hirschbraten-Rezept ist eine Mischung aus Familienrezepten. Meine Mutter und meine Tante haben beide ihre eigene Art, Hirsch zuzubereiten, und ich habe mir über die Jahre einfach das Beste aus beiden herausgesucht und zu meiner Version gemacht.

Und zwar lasse ich die Zimtstange die ganze Zeit mit schmoren und verfeinere am Ende den Braten noch mit Preiselbeeren und der geriebenen, dunklen Schokolade. Diese sollte mindestens 75 % dunkle Schokolade sein, sonst wirds zu süß. Und keine Sorge, die Sauce schmeckt danach nicht nach Schokolade, sie macht das ganze aber irgendwie runder.
Wie wird Hirschbraten am besten zubereitet?
Meiner Meinung nach: langsam und bei niedriger Temperatur, mit viel Geschmack in der Schmorflüssigkeit und vor allem Zeit. Nur so wird das Fleisch butterzart und bekommt diese tiefgründige, nostalgische Note, die ein Hirschbraten so besonders macht.
Egal, ob du ihn zu Feiertagen, beim Familienessen oder einfach mal so machen möchtest – dieser langsam geschmorte Hirschbraten kann schnell zu deinem neuen Lieblingsrezept werden.

Hirschbraten, ein klassisches Wildgericht
Kochutensilien
- 1 Bräter
Zutaten
- 1 kg Hirschbraten
- 300 ml Rotwein
- 800 ml Brühe gerne einen Geflügelfond, wenn ihr keinen Wildfond bekommt
- 2 EL Tomatenmark
- 1 TL Puderzucker
- 3 EL Öl (neutrales)
- 2 Stück Karotten
- 80 g Sellerie Knollensellerie
- 1/2 Stück Lauchstange
- 1 Stück Zwiebel
- 1 Stück Zimtstange
- 3 Stück Lorbeerblätter
- 5 Stück Wacholderbeeren
- 3 Stück Nelken
- Salz und Pfeffer
- 3 EL Preiselbeeren
- 1 Stück dunkle Schokolade ab 75%
Anleitungen
- Fleisch vorbereiten: Tupfe den Hirschbraten mit Küchenpapier trocken. Würze ihn großzügig mit Salz und Pfeffer.1 kg Hirschbraten, Salz und Pfeffer
- Gemüse vorbereiten: Karotten, Sellerieknolle, Lauch und eine ganze Zwiebel grob schneiden. Die Stücke dürfen ruhig groß sein – sie kochen mit und geben der Sauce Geschmack.2 Stück Karotten, 80 g Sellerie, 1/2 Stück Lauchstange, 1 Stück Zwiebel
- Fleisch anbraten: Erhitze Öl in einem großen Schmortopf. Brate den Hirschbraten von allen Seiten scharf an, bis er eine schöne braune Kruste hat. Dann herausnehmen und beiseitelegen.3 EL Öl
- Gemüse rösten: Das Gemüse in denselben Topf geben und anrösten, bis es leicht Farbe bekommt.
- Saucenbasis aufbauen Das Gemüse zur Seite schieben und Puderzucker in die Mitte streuen. Karamellisieren lassen, dann Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten.2 EL Tomatenmark, 1 TL Puderzucker
- Ablöschen und einkochen: Mit etwa einem Drittel des Rotweins ablöschen und einkochen lassen. Restlichen Wein und Brühe oder Wildfond hinzufügen. Aufkochen.300 ml Rotwein, 800 ml Brühe
- Gewürze hinzufügen: Zimtstange, Lorbeerblätter, Wacholderbeeren und Nelken in den Topf geben.1 Stück Zimtstange, 3 Stück Lorbeerblätter, 5 Stück Wacholderbeeren, 3 Stück Nelken
- Fleisch zurücklegen: Den Hirschbraten wieder in den Topf legen, sodass er fast bedeckt ist.
- Langsam schmoren: Mit leicht aufgelegtem Deckel etwa 3 Stunden bei niedriger Hitze schmoren lassen. Zwischendurch wenden.
- Sauce fertigstellen Braten herausnehmen, in Alufolie wickeln und warm halten. Sauce durch Sieb gießen, Preiselbeeren und geriebene dunkle Schokolade (mindestens 75 %) einrühren. Nicht erschrecken – die Sauce schmeckt nicht nach Schokolade, sondern wird dadurch einfach runder3 EL Preiselbeeren, 1 Stück dunkle Schokolade
- Abschmecken:Gut umrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken..Salz und Pfeffer
- Anrichten: Hirschbraten in Scheiben schneiden und zurück in die Sauce geben, noch mal leicht köcheln lassen, abschmecken und mit den liebsten Beilagen servieren.
Notizen
Nährwerte
Die Nährwerte sind automatisch berechnet – ich nutze sie selbst als groben Richtwert, wenn ich mal den Überblick behalten will.
Disclaimer
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So mache ich meinen Hirschbraten: Langsam geschmort und voller Geschmack
Zuerst wird das Fleisch vorbereitet: trocken getupft und großzügig mit Salz und Pfeffer gewürzt. Während das Fleisch ruht, schneide ich das Gemüse grob – Karotten, Sellerieknolle, Lauch und Zwiebel. Ganz entspannt, es muss nicht perfekt sein – das Gemüse kocht später stundenlang mit und gibt der Sauce ihren Geschmack.

In einem großen Schmortopf erhitze ich etwas Öl und brate den Hirsch von allen Seiten scharf an, bis er eine schöne braune Kruste bekommt. Dieser Schritt sorgt für mehr Geschmack und verschließt die Fleischsäfte. Danach nehme ich den Braten aus dem Topf und stelle ihn beiseite.
Im gleichen Topf röste ich das Gemüse an, bis es leicht braun wird – die Karamellisierung ist wichtig für die Tiefe der Sauce. Dann schiebe ich das Gemüse an den Rand und streue Puderzucker in die Mitte des Topfes. Den lasse ich vorsichtig karamellisieren, bevor ich das Tomatenmark einrühre und kurz mitröste, bis es schön duftet.
Rotwein, Gewürze & die Zauberei des langsamen Schmoren
Jetzt kommt der Wein ins Spiel. Ich löse mit etwa einem Drittel des Rotweins den Bratensatz im Topf ab und lasse die Flüssigkeit etwas einkochen. Dann gebe ich den restlichen Wein und eine gute Rinderbrühe oder Wildfond dazu. Das wird die aromatische Basis, in der der Braten stundenlang schmort.
Gewürzt wird mit einer Zimtstange, Lorbeerblättern, Wacholderbeeren und ein paar Nelken – das verleiht dem Gericht den unverkennbaren Wildgeschmack.
Der angebratene Hirschbraten wandert zurück in den Topf und wird so hineingelegt, dass er fast ganz von der Flüssigkeit bedeckt ist. Deckel drauf, und bei niedriger Hitze schmort der Braten etwa 3 Stunden. Ja, es dauert seine Zeit. Wenn du dich also fragst, wie lange man Hirschbraten schmort: So lange! Nur mit sanfter Hitze wird das Fleisch wirklich zart und aromatisch.

Preiselbeeren & dunkle Schokolade – der perfekte Abschluss
Ist das Fleisch fertig, nehme ich es aus dem Topf und wickle es in Alufolie – so bleibt es warm und saftig.
Die Sauce passiert man durch ein feines Sieb, um Gemüse und Gewürze zu entfernen. Schon jetzt riecht die Sauce fantastisch, aber fertig ist sie noch nicht. Jetzt kommt ein Löffel Preiselbeermarmelade dazu und geriebene dunkle Schokolade (mindestens 75 % Kakao). Nicht zu viel, gerade so viel, dass sich die Aromen abrunden. Keine Angst – die Sauce schmeckt nicht nach Schokolade. Sie bekommt dadurch einfach mehr Tiefe, Wärme und eine leichte herbe Note, die die Fülle wunderbar ausbalanciert.
Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig!
Was passt zum Hirschbraten?
Falls du dich fragst, was gut zum Hirschbraten passt, hier meine Favoriten:
- Selbstgemachte Spätzle
- Cremiges Kartoffelpüree
- Rotkohl
- Knusprige Rote Beete
- Und natürlich knuspriges Brot, um die Sauce aufzutunken
Nicht zu vergessen: Ein Glas von dem Rotwein, mit dem du gekocht hast – das rundet das ganze Menü perfekt ab.
Alles Liebe,
Sabrina 💛
Kann ich den Hirschbraten auch einfrieren?

Hirschbraten lässt sich sehr gut einfrieren – sowohl das rohe Fleisch als auch der fertig geschmorte Braten mit Sauce. Am besten frierst du den Braten nach dem Schmoren vollständig abgekühlt in einem luftdichten Behälter oder gut verschlossenem Gefrierbeutel ein. So bleibt er saftig und aromatisch.
Zum Auftauen am besten langsam im Kühlschrank über 24 Stunden auftauen lassen. Danach kannst du den Braten vorsichtig in einem Topf bei niedriger Hitze erwärmen, am besten mit etwas zusätzlicher Flüssigkeit, damit die Sauce nicht zu dick wird und das Fleisch nicht austrocknet.
So hast du jederzeit ein klassisches Wildgericht griffbereit – perfekt für spontane Gäste oder wenn du mal keine Zeit zum Kochen hast!
Kann ich den Hirschbraten auch am Vortag zubereiten?
Ja, sogar sehr gut. Hirschbraten gewinnt über Nacht noch an Geschmack. Einfach fertig schmoren, vollständig abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Am nächsten Tag langsam in der Sauce erwärmen – so bleibt das Fleisch saftig und die Aromen sind noch runder.
Kann ich den Hirschbraten auch ohne Rotwein zubereiten?
Ja, das ist möglich – wichtig ist aber, dass du die fehlende Säure ausgleichst. Ersetze den Rotwein durch Wildfond oder Rinderbrühe und gib unbedingt etwas Säure dazu, zum Beispiel einen Schuss Balsamico, Apfelessig oder Preiselbeersaft. Ohne diesen Ausgleich wirkt die Sauce schnell flach. Mit Säure bleibt sie rund und ausgewogen – auch ganz ohne Alkohol.
Wie wird Hirschbraten besonders zart?
Neben Zeit spielt auch die Qualität des Fleisches eine entscheidende Rolle. Guter Hirschbraten aus verantwortungsvoller Jagd oder vom Metzger deines Vertrauens ist die beste Basis. Danach gilt: erst scharf anbraten für Röstaromen, dann langsam bei niedriger Temperatur schmoren und darauf achten, dass immer genug Flüssigk







Hört sich gut an. Könntest du noch etwas zu schmoren bei niedriger Hitze sagen? Soll es noch köcheln und Blasen werfen oder eher nicht? Vielen Dank für die Info.
Ich lasse es immer auf niedriger Hitze, kurz bevor die kleinen Blubberbläschen aufsteigen. Daher auch den Deckel leicht geöffnet.
Hallo, kann ich den Braten auch im ofen mit geschlossenem Deckel schmorten lassen ?
Hi Lena,
Ja, das sollte auf jeden Fall funktionieren. Einfach den Hirschbraten erst wie im Rezept beschrieben zubereiten (anbraten etc) und dann bei 140-160°C Umluft mit geschlossenem Deckel in den Ofen stellen und etwa 3 Stunden schmoren lassen. Zwischendurch immer mal wenden und kurz prüfen, ob genug Flüssigkeit im Topf ist. Sonst einfach mit etwas Brühe angießen.
Alles Liebe
Sabrina
Ich habe heute am 25.12.2025 das Rezept nach gekocht.
Ich muss sagen, echt lecker. Es schmeckt mir besser als manch Wildbraten aus der Gaststättte.
Und wenn man es zusammen zubereitet macht es auch noch Spaß. Es ist nicht so aufwendig, wie man denkt.
30 Minuten Fleisch und Gemüse anbraten und dann 3 Stunden warten.
Ein tolles Gericht und Danke für das gut geschriebene Rezept.
Lutz aus Mecklenburg
Lieber Lutz, vielen lieben Dank für deinen wunderbaren Kommentar! Ich freue mich riesig, dass dir der Hirschbraten genauso gut schmeckt wie uns! Alles Liebe, Sabrina
Mama war krank, also habe ich die Zubereitung des Hirschbratens übernommen. Es war der erste Braten meines Lebens und er ist perfekt geworden. Alle waren begeistert. Ich hatte keine Schokolade da, aber die Soße ist auch so unfassbar lecker geworden. Vielen Dank für das Rezept. Es hat meiner Familie ein schönes Fest beschert.
Vielen lieben Dank für dein Kommentar! Das freut mich gerade so sehr, das euch das Rezept so gut geschmeckt hat! Und vor allem, das ihr ein schönes Fest hattet! Alles Liebe, Sabrina
Ein wunderbares Rezept…geling sicher